Ergänzung statt Ersatz

Die Pansophik ist - wie ihre Schwester, die Mathematik - nicht an spezifischen Erklärungen interessiert. Ihr geht es um die Entwicklung einer allgemeingültigen Systematik, die jedem Experten hilft, in seinem Fachbereich zutreffendere Vermutungen an- und prognostisch leistungsfähigere Theorien aufzustellen. Und nicht zuletzt: bessere Problemlösungen zu finden.

Gegenwärtig kämpfen alle Fachdisziplinen mit exponentiell wachsenden Datenmengen, wodurch relevante Informationen unterzugehen drohen. Der Wissenszuwachs wird so nicht optimal gefördert. Die Pansophik könnte dem abhelfen – ohne ideologische Bevormundung oder paradigmatische Tendenzvorgaben.

Im Spannungsfeld von Nichts und All

Die Mathematik abstrahiert vom Gehalt zugunsten der Schale, zugunsten des Quantums von jeglichem Quale. Die Pansophik macht’s umgekehrt: Sie durchsinnt, was sich bewährt. Sie fragt: Welches Prinzip steckt dahinter? Was geschieht eigentlich? Jede nachhaltig erfolgreiche Organisationsform wird als Beispiel der universalen Selbstorganisation des Alls aufgefasst – deren Prinzipien es zu erforschen gilt. Welch faszinierende Erkenntnisdimension!

Die Pansophik verschafft auch der KI-Forschung eine neue, ganzheitliche Basis, indem sie die Grundsätze des menschlichen Denkens universalisiert. Dies gelingt durch eine laterale, systemisch durchdringende Sicht, die aus Analogien und Metaphern modale Prinzipien zu gewinnen sucht. Modal heißen diese, weil sie sich stets auf das Wie beziehen: mithin nicht auf die Kausalität, sondern auf die Organisiertheit der Dinge (vor allem: der Reproduktionssysteme).

Auf allen Fluren: Metastrukturen

Es gibt zwei Arten von Modalbestimmungen: Monturen (modale Prädikate und Prinzipien) und Konturen (deren Verknüpfungsformate). Beide konstituieren modale Metastrukturen, die unsere Orientierung auch dort erhöhen, wo die konkreten Systembedingungen weitgehend unbekannt oder undurchschaubar komplex sind. Zudem offenbaren sie deskriptive Dimensionen, die interessante Voraussagen ermöglichen und die Fachwissenschaftler daran erinnern, dass adäquate Umwelt-Modelle stets multidimensional veranlagt sind.

Es geht der Pansophik weder um Ersetzung noch um Bevormundung, wohl aber um Ergänzung und Korrektur. Je eher wir ein höheres Lernen praktizieren, desto deutlicher konvergieren Weltanschauungen und Konfessionen und umso schneller heben wir Produktivitätspotenziale – durch schieres Mitdenken. Doch auch hier gilt: Das Einfachste ist am schwierigsten zu verwirklichen.

 

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